Landwirtschaftliche Familienbetriebe - Grundlage für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft

12 September 2013, Erneuert, 10:44 EEST
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autor: eu2013.lt

Förderung der Zusammenarbeit,  Stärkung der Verhandlungsmacht, breite Anwendung von Forschung und Innovation - nach Ansicht der EU-Landwirtschaftsminister, Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments sowie von Nichtregierungsorganisation, die vom 8. bis zum 10. September zu einem informellen Treffen in Vilnius zusammenkamen, sind dies die wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung landwirtschaftlicher Familienbetriebe.

„Die Familienlandwirtschaft ist das am weitesten verbreitete Landwirtschaftsmodell in der EU. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag, wenn es um das Umsetzen der gemeinsamen Agrarpolitik sowie Garantieren einer nachhaltigen EU-Landwirtschaft geht. Unser Ziel ist, die bäuerlichen Familienbetriebe moderner und wettbewerbsfähiger werden zu lassen und ein günstiges Umfeld zu schaffen, damit die Landwirtschaft auch für den Nachwuchs attraktiv ist und die dörfliche Gemeinschaft gedeihen kann“, betonte der Landwirtschaftsminister Prof.  Vigilijus Jukna.

Die Mehrheit der EU-Minister war sich auf dem informellen Treffen einig, dass die Familienlandwirtschaft eines der wichtigsten Landwirtschaftsmodelle ist, da sie nicht nur Lebensmittel produziert, sondern auch die Lebensfähigkeit des ländlichen Raumes unterstützt, qualitativ hochwertige Produkte hervorbringt und öffentliche Güter bereitstellt.  Der Minister hob hervor, dass für landwirtschaftliche Familienbetriebe kurze Lieferketten (d.h. möglichst wenig Zwischenhändler) und lokale Lebensmittelsysteme am günstigsten sind, weil dann der Fokus auf Qualität, Frische, Geschmack und Sicherheit der Erzeugnisse liegen kann.

Wie die meisten Minister anmerkten, hat sich in der letzten Zeit die Zahl der familiären Landwirtschaftsbetriebe in der EU stark verringert, da kleinere und mittlere landwirtschaftliche Familienbetriebe in einem stark wettbewerbsorientierten und globalen Geschäftsumfeld mit Schwierigkeiten wie begrenztem Zugang zu den Märkten, einem ständig abnehmenden Anteil der Landwirte an der Wertschöpfung in der Lebensmittelkette, geringer Verhandlungsmacht u.a. konfrontiert werden.

„Bereits mehrfach wurde angesprochen, dass für ein effektiveres Wirken der familiären Landwirtschaftsbetriebe unabdingbar ist, ihre Position in der Nahrungsmittelkette zu stärken. Des Weiteren ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den Familienbetrieben wichtig, da sich dadurch ihre Verhandlungsmacht verstärkt. Und nicht zuletzt brauchen wir kürzere Lieferketten, die sich eher am Direktverkauf orientieren. Wissenschaftler, Landwirte, Berater und andere Akteure des Sektors müssen aktiver zusammenarbeiten, damit technische Errungenschaften von der wissenschaftlichen Ebene schneller in die landwirtschaftliche Praxis gelangen und die Landwirte Schulung und Beratung erhalten“, fasste der Vorsitzende des Treffens V. Jukna die Ergebnisse zusammen.

Die Meinung der EU-Landwirtschaftsminister über die Perspektiven der Familienlandwirtschaft bilden eine solide Basis für zukünftige Diskussionen von EU-Institutionen, Bauernorganisationen und Öffentlichkeit zu diesem Thema und bestätigen, dass  die bäuerlichen Familienbetriebe ein unabtrennbarer Teil der ländlichen Wirtschaft sind und die Grundlage für eine wettbewerbsfähiges, nachhaltiges (den gegenwärtigen Bedarf deckend, ohne für die nachfolgenden Generationen zu schädigen) marktorientiertes und die gesellschaftlichen Erwartungen zufriedenstellendes Modell für die EU-Landwirtschaft abgeben.

Das von Litauen, das derzeit dem Rat vorsitzt, vorgeschlagene Thema Familienlandwirtschaft, dessen Problematiken und Perspektiven im Globalisierungskontext wurde zu einem besonders günstigen Zeitpunkt aufgegriffen, da die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2014 zum „Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe“ ausgerufen und die Europäische Kommission öffentliche Beratungen zur Rolle der familiären Landwirtschaftbetriebe initiiert hat, um Herausforderungen und zukünftige Prioritäten auf diesem Sektor  identifizieren zu können.

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