G20-Treffen in Washington: Suche nach Maßnahmen zur Förderung der Weltwirtschaft und Ersetzen vielversprechender Ideen durch konkrete Maßnahmen

14 Oktober 2013, Erneuert, 14:17 EET
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autor: Reuters/Scanpix

Der Finanzminister des dem EU-Rat für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN) vorsitzenden Litauen Rimantas Šadžius stellte auf dem G20-Treffen die Erfahrungen der EU hinsichtlich Gewährleistung besserer Kreditvergabe an KMU als Beitrag zu langfristigen Investitionen in die Wirtschaft vor.

Wirtschaft, finanzielle Stabilität und Investitionsförderung waren die Hauptthemen, die auf dem Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbankpräsidenten in Washington am 11. und 12. Oktober erörtert wurden. Während des Treffens wurde mehrere Male der Gedanke geäußert, dass bei der Suche nach Förderungsmaßnahmen genügend Ideen vorhanden sind, dass aber auch konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ideen erforderlich sind.

„Die G20-Länder zustimmen, dass der globale wirtschaftliche Aufschwung nicht gleichmäßig vonstatten geht und weiterhin fragil bleibt. Im Kampf mit einem der größten globalen Probleme - der Arbeitslosigkeit – muss man sich nicht nur auf eine verantwortungsvolle Fiskalpolitik berufen, sondern auch auf die strukturellen Reformen, die das Wirtschaftswachstum fördern“, sagte der litauische Finanzminister Rimantas Šadžius. 

Die in diesem Bereich weltweit führenden Länder vereinbarten, das Investitionsklima zu verbessern, nicht nur auf dem öffentlichen, sondern auch auf dem privaten Sektor Investitionen in die Infrastruktur und kleine und mittlere Unternehmen zu fördern sowie Finanzmanagementprozesse und Transparenz in der Wirtschaft zu verbessern.  

Die Finanzierung langfristiger Investitionen in die Wirtschaft ist eines der derzeit am meisten in der EU diskutierten Themen. Auf dem informellen ECOFIN-Treffen im September in Vilnius besprachen die EU-Finanzminister und Zentralbankpräsidenten gemeinsame Initiativen der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank (EIB). In ihnen sind mehrere Varianten von Maßnahmen der Risikoverteilung bei der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen vorgesehenen – entweder durch Garantien für Geldinstitute (Banken) oder Kredite im Austausch gegen Wertpapiere der Unternehmen. In dieser Frage wurde eine informelle Absprache getroffen, auf welche die EU-Finanzminister anlässlich der nächste Woche in Luxemburg stattfindenden ECOFIN-Sitzung zurückkommen werden.

 „Auch wenn wir wissen, dass kleine und mittlere Unternehmen die Basis unserer Wirtschaft darstellen, haben diese nicht selten mit Kreditierungsproblemen zu kämpfen. Dies stellt für die Wirtschaft ein Wachstumshindernis dar, daher müssen wir Wege finden, diesen Unternehmen zu helfen. Ich hoffe, dass die von der Europäischen Kommission und der EIB vorgeschlagenen Risikoverteilungsmaßnahmen die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen fördern werden und dies sich in Investitionen in die Wirtschaft und neugeschaffenen Arbeitsplätzen niederschlägt“, sagte der dem ECOFIN-Rat vorsitzende litauische Finanzminister. 

Die Teilnehmer des G20-Treffens betonten außerdem die Notwendigkeit, die Reformierung der Quoten (Ländervertretungen) und Verwaltung des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 2010 zu ratifizieren, durch welche die Vertretung von Schwellen- und Entwicklungsländern beim IWF sowie die Legitimierung des Fonds erhöht würden. 

Das dem EU-Rat vorsitzende Litauen vertrat auf dem G20-Treffen gemeinsam mit der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank die Europäische Union.

Zusatzinformation:

Der G20 setzt sich aus den 19 wirtschaftlich führenden Ländern und der Europäischen Union zusammen. Diese Länder erwirtschaften zusammen ca. 90% des Welt-BVP und tätigen ca. 80% des Welthandels, außerdem stellen sie ca. 2/3 der Weltbevölkerung. Zu den G20-Staaten gehören Argentinien, Australien, Brasilien, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, USA, China, Kanada, Mexiko, Republik Südafrika, Südkorea, Frankreich, Russland, Saudi-Arabien, Türkei, Deutschland.

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