Europa benötigt eine klare Vision für digitales Lernen und muss die Situation der Jugendlichen, die keine Arbeit haben und keine Ausbildung anstreben, verbessern

26 November 2013, Erneuert, 13:31 EET
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autor: Der Rat der Europäischen Union

Zu den wichtigsten Themen des EU-Rates für Bildungs-, Jugend-, Kultur- und Sportpolitik in Brüssel am 25. November zählten: Bildung in einem digitalen globalen Umfeld und soziale Integration der Jugendlichen, die keine Arbeit haben und keine Ausbildung anstreben.

Die europäischen Bildungsminister haben auf der EU-Ratssitzung zum ersten Mal darüber diskutiert, was neue und für die breite Öffentlichkeit zugängliche Lernressourcen in der Zukunft bedeuten würden und wie sich daraus ergebende Möglichkeiten am besten auf der nationalen und europäischen Ebene genutzt werden könnten. Dem litauischen Bildungsminister, der den Vorsitz über das Treffen der EU-Bildungsminister führte, Dainius Pavalkis zufolge ist Litauen, das die EU-Ratspräsidentschaft innehat, stolz darauf, diese wichtige Frage des digitalen Lernens für die Diskussionen auf der EU-Ebene voreschlagen zu haben.

Der Minister hat unterstrichen, dass in einer Zeit, in der weltbekannte Universitäten wie Harvard oder das Institut für Technologie von Massachusetts in dem virtuellen Raum für jede beliebige Person aus allen Ländern der Welt ein Studium ermöglichen, Europa sich entscheiden muss in welche Richtung das EU-Bildungssystem sich weiter entwickeln soll. Um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Einrichtungen für höhere Bildung in diesem digitalen Wettlauf zu stärken, haben die Minister verstärkt auf den Bedarf hingewiesen das Handeln und strategische Partnerschaften unter den europäischen Universitäten besser zu koordinieren, indem auch das neue Programm „Erasmus+“ zum Einsatz kommt.

Der EU-Rat für Bildung hat darüber hinaus die Schlussfolgerungen über eine effiziente Führung im Bildungsbereich und über den Aspekt der höheren Bildung in Europa angenommen. „Die Annahme gemeinsamer Schlussfolgerungen bedeutet, dass die EU-Länder eine gemeinsame Vision für diese wichtigen Bildungsfragen hat und dass sie geschlossen die gleichen Ziele verfolgen werden. Während der litauischen EU-Ratspräsidentschaft hat sich Litauen aktiv für die Auseinandersetzung mit diesen Fragen engagiert, indem es internationale Diskussionen über eine effiziente Führung im Bildungsbereich und die Internationalität der europäischen höheren Bildung organisierte“, so der litauische Minister.

Auf der Ratssitzung zum Thema Jugendpolitik haben die EU-Minister die Schlussfolgerungen angenommen, die die Priorität der litauischen EU-Ratspräsidentschaft widerspiegeln: junge Menschen, die keine Arbeit haben, keine Ausbildung anstreben und an keinen Schulungen teilnehmen, besser sozial zu integrieren. Der litauischen Ministerin für Sozialschutz und Arbeit, die den Vorsitz über diese Sitzung führte, Algimanta Pabedinskienė zufolge handelt es sich dabei um einen wichtigen Schritt, der die Jugendprobleme, die bedauerlicherweise weiterhin erheblich sind, besser lösen lassen wird.

„Es ist eine äußerst schwere und komplizierte Zeit für die europäische Jugend. Die Folgen der Finanzkrise von 2008 und des daraufhin folgenden finanziellen Abschwungs sind auf dem Arbeitsmarkt immer noch stark zu spüren. Das hat vor allem die Jugend hart getroffen, die Jugendarbeitslosigkeit ist immer noch rekordhoch. Andauernde oder häufig vorkommende Zeitabschnitte ohne Arbeit, das Nichtteilnehmen an Bildungs- oder beruflichen Ausbildungssystemen können zur Armut oder sozialen Ausgrenzung führen. Die Folgen können auch langfristig und sogar während der wirtschaftlichen Erholung zu spüren sein. Deswegen müssen diese Probleme jetzt angegangen werden“, sagte die Ministerin A. Pabedinskienė.

Mit den Schlussfolgerungen des Rates werden auch einige politische Initiativen vorgelegt, die Prävention, Bildung, das informelle Lernen und Beschäftigung miteinschließen, während der Übergang aus dem Bildungssystem zum Arbeitsmarkt im Mittelpunkt steht. Bei der Entwicklung dieser Initiativen sind die Ergebnisse der EU-Jugendkonferenz, die im September in Vilnius stattfand, mitberücksichtigt worden.

Auf der Ratssitzung haben die Minister über den künftigen EU-Arbeitsplan im Rahmen der Jugendpolitik diskutiert und über die Aktivitäten auf der EU-Ebene beraten, die Jugendprobleme lösen helfen sollen. Der Plan soll nun während der griechischen EU-Ratspräsidentschaft angenommen werden und konkrete Prioritäten der Jugendpolitik sowie Umsetzungsmaßnahmen enthalten.

Heute fand auch das Dienst-Mittagessen zum Strukturdialog der für Jugendpolitik zuständigen Minister und der Vertreter des europäischen Jugendforums und der nationalen Jungendräte statt, dabei wurden die aktuellsten Fragen zur europäischen Zusammenarbeit im Rahmen der Jugendpolitik behandelt. Der Ministerin A. Pabedinskienė zufolge ist es sehr wichtig der Stimme und den Erwartungen der Jugend Gehör zu verschaffen, zusammen über wichtige Entscheidungen, die die Zukunft der Jugendlichen betreffen, zu beraten.

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