EU-Verkehrsminister streben Modernisierung des Luftverkehrsmanagements an

17 September 2013, Erneuert, 16:37 EET
  • RSS
  • Print
Loading...
autor: eu2013.lt

Auf ihrem informellen Treffen am 16. September in Vilnius zum Thema „Gemeinsamer europäischer Himmel. Die Zukunftsvision“ haben die Verkehrsminister der Europäischen Union (EU) ihre Meinungen bezüglich eines gemeinsamen Konzeptes für einen einheitlichen europäischen Himmel und ein sicheres und effektives Luftverkehrsmanagement ausgetauscht.

„Der gemeinsame Verkehrsraum ist eine der Voraussetzungen für ein effektives Wirtschaftswachstum Europas. Um das Wirtschaftswachstum der EU und die Effizienz des gemeinsamen Marktes zu sichern,  muss das Dienstleistungssystem des europäischen Luftnavigationssektors möglichst stark sein und konsequent arbeiten, was eine leichtere und einfachere Mobilität der Güter, Personen und Dienstleistungen ermöglichen wird“, sagte der litauische Verkehrsminister Rimantas Sinkevičius. 

Bei den hochrangigen Debatten wurde der Fortschritt bei der Umsetzung der Initiative zum gemeinsamen europäischen Himmel besprochen sowie weitere vorgesehenen Schritte unterstrichen. Die EU-Verkehrsminister, die Vertreter der Fluggesellschaften und der Dienstleistungsunternehmen im Bereich zivile Luftfahrt haben über die Errungenschaften bei der Errichtung des gemeinsamen europäischen Himmels besprochen und auf den Bedarf, die Modernisierung des EU-Luftverkehrsmanagements schneller voranzutreiben, hingewiesen. 

Die Minister unterstützen die Initiative für einen gemeinsamen europäischen Himmel und sind sich darin einig dass sich die wichtigsten Ziele des gemeinsamen europäischen Himmels nicht geändert haben: die Flugsicherheit zu verbessern, die Durchlässigkeitskapazitäten des Luftraumes auszubauen, die Preise der Luftnavigationsdienstleistungen zu senken, die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Die wichtigsten Nutzer des gemeinsamen europäischen Raumes – die Vertreter der Fluggesellschaften haben den Ausbau des gemeinsamen europäischen Himmels positiv bewertet und unterstützt.

Dem Minister R. Sinkevičius zufolge, sollten die Interessen der verschiedenen EU-Länder, der Fluggesellschaften und aller EU-Bürger, die die eigentlichen Fluggäste sind,bei der Bewertung der neuen Vorschläge zur Errichtung eines gemeinsamen europäischen Himmels sehr ernst genommen werden. „Ungeachtet der Meinungsvielfalt zu einigen Aspekte der neuen Vorschläge der Europäischen Kommssion kann kein Zweifel bestehen, dass der weitere Ausbau des gemeinsamen europäischen Himmels unsere gemeinsame Priorität ist“, unterstrich der Minister. 

Die wichtigsten Aufgaben und die strategischen Schritte im Zusammenhang mit dem gemeinsamen europäischen Himmel wurden noch in den 2004 verabschiedeten Verordnungen definiert, die 2009 ergänzt wurden: die vorhandenen Flugsicherheitsstandards zu verbessern, die Luftverkehrseffizienz in Europa zu erhöhen, die optimale Luftraumdurchlässigkeit zu erreichen und, soweit es möglich ist, die Zahl der Flugverspätungen zu reduzieren.  

Während der litauischen EU-Ratspräsidentschaft wurde bereits das dritte Rechtsaktenpaket zum gemeinsamen europäischen Himmel vorgestellt, der sogenannte „Gemeinsamer europäischer Himmel 2 Plus“.


Litauen, das die EU-Ratspräsidentschaft innehat, wird sich für die Verbesserung des europäischen Luftraummanagementsystems und die Lösung des Fragmentierungsproblems einsetzen. In der Europäischen Union entsteht dieses Problem wegen der 28 nationalen Verwaltungen, die über 100 Dienstleister im Bereich Luftnavigation überwachen und sich dabei auf verschiedene Systeme und Vorschriften stützen. In dieser Hinsicht liegt Europa weit hinter den USA zurück, die einen ähnlich großen Luftraum haben. Die Experten behaupten, dass wegen dieser Aufsplitterung des Luftraumes die EU jedes Jahr 5 Mrd. Verluste hat. Die Lösung dieses Problems würde die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Lufttransportsystems steigern.

Der zivile Luftraumsektor hat einen großen Einfluss auf die EU-Wirtschaft. In der Europäischen Union arbeiten in diesem Sektor ca. 7,8 Mio. Mitarbeiter, sein Beitrag zum BIP der EU beträgt 475 Mrd. Euro.

Alle notieren

Suche nach Politikbereichen

  • Allgemeine Angelegenheiten (RAA)
  • Auswärtige Angelegenheiten (RAB)
  • Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN)
  • Justiz und Inneres (JI)
  • Beschäftigung, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz (EPSCO)
  • Wettbewerbsfähigkeit (COMPET)
  • Verkehr, Telekommunikation und Energie (TTE)
  • Landwirtschaft und Fischerei (AGRI)
  • Umwelt (ENVI)
  • Bildung, Jugend, Kultur und Sport (BJKS)

Veranstaltungen

Suche Alle Veranstaltungen
Bisherig Andere
Dezember 2013
Mo Di Mi Do Fr Sa So
25 26 27 28 29 30
8
14
15
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01 02 03 04 05

Nachrichten bestellen

Über Abonnement