EU-Minister haben sich in Vilnius über die Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit beraten

13 Juli 2013, Erneuert, 12:46 EET
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EU-Minister haben sich in Vilnius über die Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit beraten | autor: eu2013.lt

Für soziale Sicherheit und Beschäftigung zuständige EU-Minister haben sich auf dem informellen Treffen am 11-12 Juli in Vilnius besonderes Augenmerk auf das Problem der Jugendarbeitslosigkeit gerichtet und erörterten die Maßnahmen, um die Sozial- und Wirtschaftspolitik zu harmonisieren.

"Eine der größten Hindernisse für junge Menschen, eine Arbeit zu finden, ist, dass sie nicht über die notwendige Erfahrung verfügen oder ihre Fähigkeiten nicht gefragt sind. Es ist daher sehr wichtig, sicherzustellen, dass die Jugendliche die Fähigkeiten und Berufserfahrung im Bildungssystem erwerben können, und aus ihm einen glatten Übergang in das Berufsleben haben. Dies würde dabei helfen, effektiv das Problem der Jugendarbeitslosigkeit zu lösen", - sagte Ministerin für soziale Sicherheit und Arbeit Algimanta Pabedinskienė, die den Vorsitz beim informellen EU-Ministertreffen geführt hatte.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein schwerwiegendes Problem für ganz Europa. Die Jugendarbeitslosenquote in der EU liegt derzeit bei mehr als 23 Prozent und ist doppelt so hoch als die Arbeitslosenquote bei Erwachsenen. Es gibt Länder, in denen diese Quote sogar 50 Prozent übersteigt. Aus diesem Grund verliert der EU-Markt jährlich Milliarden von Euros, es entsteht eine ernsthafte Bedrohung für die Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit Europas.

"Erfahrung der Länder zeigt, dass die Jugendarbeitslosigkeit deutlich kleiner dort ist, wo sogenannte Lehrlingsprogramme effektiv funktionieren", - sagte die Ministerin. Das Ziel der Ausbildung – sie geben eine Möglichkeit vom ersten Studienjahr an Arbeit und Studium zu kombinieren und somit sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse zu erwerben.

Litauen als Land, das den Vorsitz im EU Rat führt, hat zusammen mit der Kommission und Sozialpartnern am Anfang Juli bereits eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, in der die nächsten Schritte bezüglich der sogenannten Europäischen Ausbildungsallianz vorgesehen sind. Mit dieser Allianz will man gewährleisten, dass junge Menschen in den Mitgliedstaaten effizient und qualitativ die notwendige Berufserfahrung und Fähigkeiten erwerben können.

Auf dem informellen Treffen der EU-Minister wurde zu einer Einigung gekommen, dass in diesem Bereich die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und Sozialpartnern entscheidend ist. Eine besondere Rolle spielen dabei die Arbeitgeber: Lernen am Arbeitsplatz ist nur dann möglich, wenn die Arbeitgeber zusammen mit den Bildungseinrichtungen Lehrlingssprogramme, spezifische Ausbildungsprogramme entwickeln und dieses Ausbildungsmodell fördern. Die Minister waren sich einig, dass im jeden Land für die Unternehmen angemessene Praktikumsbedingungen geschaffen und Anreize festgelegt werden sollen.

Aufgrund der am Freitag geäußerten Beobachtungen der Mitgliedstaaten wird den Vorsitz führendes Litauen eine Erklärung über die Errichtung der Europäischen Ausbildungsallianz vorbereiten, die es den Ministern für die Lesung im nächsten Rat für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz (EPSCO) vorlegen wird.

Während der Veranstaltung fand eine Diskussion zum weiteren aktuellen Thema - sozialer Dimension der Wirtschafts- und Währungsunion - statt. Die Vertragsparteien suchen nach Lösungen, wie man das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Maßnahmen und sozialen Zielen gewährleisten könnte, damit wirtschaftliches Wachstum und sozialer Zusammenhalt sich gegenseitig ergänzende und verstärkende Prozesse sind, anstatt umgekehrt.
In einem separaten Treffen haben die Minister des Ratsvorsitz-Trios (Litauen, Griechenland, Italien), Vertreter der Europäischen Kommission und der Sozialen Plattform auch die Empfehlung der Europäischen Kommission “Investitionen in Kinder: Den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen” besprochen. Ziel dieses Dokuments – Gewährleistung besserer Bedingungen für Kinder mithilfe des wirksamen Kampfes gegen Armut und soziale Ausgrenzung, der Schaffung eines günstigen Umfelds für ihr Erziehung und ihre Bildung.

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