Ein zugänglicher, sicherer und ein gemeinsamer Energiemarkt als EU-Ziel

05 November 2013, Erneuert, 09:51 EET
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autor: Dž. G. Barysaitė

Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė nimmt an einer der größten und wichtigsten Veranstaltungen der litauischen Ratspräsidentschaft, der internationalen Konferenz „Schaffung eines europäischen Binnenmarktes für Energie“ statt, auf welcher eine EU-Liste der Vorhaben von gemeinsamem Interesse (engl. Projects of Common Interest), vorgestellt werden soll, um den Binnenmarkt für Energie bis 2014 zu vollenden.

Anlässlich der Konferenz ließ die Präsidentin verlauten, dass ein integrierter EU-Binnenmarkt die Energiepreise auf dem Markt deutlich reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit der EU steigern würde. Man schätzt, dass die EU mit Vollendung des Binnenmarkts zig Milliarden Euro allein für elektrische Energiekosten sparen würde. Daher müssen die Politiker sich auf die Schaffung eines zugänglichen und sicheren europäischen Binnenmarktes für Energie hin bewegen.

„Die Europäische Union muss mehr als jemals zuvor in den Energieverbund und wettbewerbsfähige lokale Produktion investieren - nur so können wir unsere Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern. Außerdem besteht die dringende Notwendigkeit, den europäischen Binnenmarkt für Energie zu schaffen, die strategische Verbindung zum Abschluss zu bringen und einige Regionen aus ihrer EnergieIsolation zu befreien. Wir müssen alle gemeinsamen Bemühungen daran setzen, dass die Menschen für Energie zu niedrigeren Preisen erhalten“, sagte die Präsidentin.
Die Präsidentin unterstrich, dass das europäische Energienetzwerk so schnell wie möglich erstellt werden muss und Vorhaben von gemeinsamem Interesse bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein sollten. Es sei außerdem notwendig, den weiteren Ausbau des europäischen Infrastrukturnetzes zu planen, die Umsetzung von Projekten von allgemeinem Interesse der EU zu analysieren sowie moderne Technologien mit deutlich verminderten Kohlendioxidemissionen einzusetzen.

Die Europäische Kommission hat 15 Projekte aus dem Baltikum in ihre Prioritätenliste einbezogen, darunter sechs aus Litauen: die Kapazitätssteigerung der litauisch-lettischen Gaspipeline, eine litauische-polnische Gaspipeline, eine Synchronisierung der baltischen Länder mit den westeuropäischen Stromnetzen (LitPolink 1 und LitPolink2) sowie die Kapazitätssteigerung des Pumpspeicherkraftwerks Kruonis. Die Umsetzung dieser Projekte soll aus dem EU-Haushalt 2014-2020 gefördert werden.

Die Präsidentin unterstrich ebenfalls, dass der Plan für die Anbindung des baltischen Energiemarktes ein gutes Beispiel für regionale Zusammenarbeit sei, die in der gesamten EU verstärkt werden sollte, weil Energie auf regionaler Ebene rationeller produziert und verwendet werden könne.

Nach den Worten der Präsidentin wird die EU nur unter Beibehaltung ihrer Politik der Koordination und Solidarität sowie durch Widerstehen verschiedener Arten von Druck ein wirksam funktionierendes und integriertes europäisches Energie-Netzwerk aufbauen können.
 

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