Digitale Wirtschaft wird die EU stärken

25 Oktober 2013, Erneuert, 13:46 EET
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autor: R. Dačkus

Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė nimmt an einer Tagung des Europäischen Rats teil, auf der diskutiert wird, wie die Chancen des digitalen Marktes in der EU besser genützt werden können. Die Schaffung dieses Marktes wird voraussichtlich 2015 abgeschlossen sein. Sie gehört zu den vorrangigen Prioritäten des litauischen Vorsitzes im EU-Rat.

"Derzeit sucht die EU verschiedene Lösungen zur Förderung des Wirtschaftswachstums. Gerade der digitale Markt bietet ein enormes Potential, das wir bisher noch nicht voll ausschöpfen. Eine Beseitigung der Hindernisse auf diesem Markt wird sowohl Unternehmern als auch Verbrauchern mehr Möglichkeiten eröffnen. Eine Nutzung der sich anbietenden Möglichkeiten kann das europäische BIP beträchtlich erhöhen", sagte die Präsidentin.

Mit der Umsetzung der digitalen Initiativen werden die Europäer im Internet mehr Möglichkeiten haben - der elektronischen Handel wird sich intensivieren, durch Harmonisierung der Vorschriften in der gesamten EU werden sich die Investitionen erhöhen und es wird mehr Online-Beschaffungen geben. In Bezug auf letzteres ist Litauen führend, da 90% aller öffentlichen Ausschreibungen elektronisch durchgeführt werden. Mit dem zunehmenden Wettbewerb werden sich die digitalen Dienstleistungen verbessern und die Preise senken.

Die Präsidentin betonte die Wichtigkeit, der Ausbildung von IT-Spezialisten besondere Aufmerksamkeit zu widmen. EU-weit fehlen ca. 300.000 Spezialisten dieses Bereichs, 6.000. allein in Litauen. Die digitalen Fähigkeiten der Europäer müssen verbessert werden und die Ausbildungsprogramme aktualisiert. In Europa und Litauen werden Initiativen ausgearbeitet, die bei der Lösung aktueller Fragen der digitalen Bildung helfen werden.

Bei der Schaffung eines digitalen Marktes in der EU ist besonders wichtig zu gewährleisten, dass sich die Menschen im Cyberspace sicher fühlen. Es ist notwendig, sich auf gemeinsame europäische Maßnahmen zu einigen, die die Standards für den persönlichen Datenschutz und Cybersicherheit sicherstellen. Der Präsident betonte die Bedeutung der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen dem Schutz personenbezogener Daten und der Regulierung in diesem Bereich.

Nach den Worten der Staatschefin sind mehr Investitionen in Innovationen erforderlich. Wir müssen die Forschung besser mit geschäftlichen Anforderungen und Möglichkeiten zur Unterstützung experimentelle Produktion verknüpfen. Obwohl Litauen erhebliche Investitionen in die Entwicklung von Innovationen tätigt, werden diese Innovationen nicht immer in Produkte umgesetzt. Hinsichtlich der Effizienz der Mittelverwendung ist Litauen innerhalb der EU ein Nachzügler.

Vom 6. bis zum 8. November findet in Litauen eine der größten Veranstaltungen des präsidierenden Litauens statt, die Konferenz für Forschung und Innovation "Informations- und Kommunikationstechnologie" (ICT2013: Create, Connect, Grow), auf der europäische IKT-Spezialisten Fragen der europäischen IKT-Politik diskutieren werden.

Auf dem Europäischen Rat besprachen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auch die Fortschritte anderer EU-Initiativen zur Förderung von Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Zur Sprache kamen Jugendarbeitslosigkeit, Schaffung der Bankenunion, Koordinierung wirtschaftlicher Reformen und die Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie. Auch Möglichkeiten zur weiteren Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen wurden diskutiert.

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