Die Zukunft bäuerlicher Familienbetriebe im Fokus der EU-Landwirtschaftsminister

10 September 2013, Erneuert, 16:46 EET
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autor: eu2013.lt

Vom 8. bis zum 10. September findet in Vilnius ein informelles Treffen der EU-Landwirtschaftsminister statt, anlässlich dessen Perspektiven landwirtschaftlicher Familienbetriebe im Globalisierungskontext zur Sprache kommen sollen. Das Treffen bildet die solide Grundlage für die gesellschaftliche Debatte sowie Diskussionen der Bauernverbände im Jahr 2014, welches die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe“ erklärt hat.

„Familiäre Landwirtschaftsbetriebe sind die Basis für ein wettbewerbsfähiges, nachhaltiges, marktorientiertes und alle gesellschaftlichen Anforderungen erfüllendes Landwirtschaftsmodell. Eine erfolgreiche Landwirtschaft steht zweifelsohne im Brennpunkt jeder starken Gemeinschaft und die Landwirte selbst sind wichtige Akteure, wenn es um die Bereitstellung öffentlicher Gütern geht“, äußerte sich dazu Landwirtschaftsminister Prof. Vigilijus Jukna.

Die Familienlandwirtschaft ist in allen EU-Mitgliedsstaaten nach wie vor das am weitesten verbreitete Landwirtschaftsmodell. Mit steigende Produktionskapazität der Fabriken und wachsendem Wettbewerb in der Land- und Ernährungswirtschaft jedoch hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Zahl der landwirtschaftlichen Familienbetriebe in den EU-Ländern stark abgenommen.

"In einem stark wettbewerbsorientierten und globalen Geschäftsumfeld werden landwirtschaftliche Familienbetriebe oft mit Schwierigkeiten konfrontiert, wie zum Beispiel begrenztem Zugang zu den Märkten, einem ständig abnehmenden Anteil der Landwirte an der Wertschöpfung in der Lebensmittelkette und geringe Verhandlungsmacht, um nur einige zu nennen. Damit sie ihre Marktposition auch weiterhin halten sowie ihre Kapazität und Flexibilität erhöhen können, tendieren die Betriebe dazu sich auszuweiten. Das führt nicht selten dazu, dass die den Familienbetrieben eigene Wertekontinuität verlustig geht und die lokale und regionale Entwicklung gebremst werden", konnte der Minister feststellen.

Die Bedeutung und Herausforderungen des Modells der Familienlandwirtschaft berücksichtigend wird Minister V. Jukna anlässlich des informellen Treffen seine Kollegen zu Diskussionen darüber einladen, auf welche Weise die EU auf nationaler und regionale Ebene die Nachhaltigkeit von bäuerlichen Familienbetrieben stärken sowie ein günstiges Umfeld für die Entwicklung von Genossenschaften und Erzeugerorganisationen, darunter vor allem Vereinigungen von Familienbetrieben schaffen kann. Außerdem will der Minister zum Meinungsaustausch über Innovationen in der Familienlandwirtschaft, die Schaffung eines lokalen Lebensmittelmarktes sowie die soziale Bedeutung von Familienbetrieben beim Bewahren von Traditionen, der Sicherung der Lebensfähigkeit des ländlichen Raumes und Aktivitäten von Gemeinden und lokalen Aktionsgruppen  anregen.

Den Teilnehmer des informellen Treffens der Landwirtschaftsminister werden traditionsgemäß auch besonders gelungene Umsetzungsbeispiele vorgeführt. Die leitenden EU-Beamte sind eingeladen den ökologischen Zuchtbetrieb Vaiteliai - ein hervorragendes Beispiel für einen bäuerlichen Familienbetrieb - sowie das den höchsten Qualitätsnormen entsprechende Lebensmittelunternehmen „Kėdainių konservų fabrikas“ UAB zu besichtigen. 

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