Die Warschau-Konferenz hat den Weg zu einem globalen Klimaschutzabkommen geebnet

25 November 2013, Erneuert, 16:51 EET
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Am späten Samstagabend, am 23. November, ging die 19. Konferenz der Länder der UN-Rahmenklimakonvention zu Ende, die einen Tag länger als geplant und insgesamt zwei Wochen lang dauerte. Die meisten auf dieser Konferenz getroffenen Entscheidungen geben Anlass zur Hoffnung, dass die Länder der Welt nun im Jahr 2015 in Paris das globale Klimaschutzabkommen unterzeichnen werden.

„Wir sind nach Warschau mit dem Wissen gereist, dass diese „Zwischenkonferenz“ vor dem entscheidenden Treffen 2015 in Paris eine schwere Konferenz sein wird, wir haben es nicht erwartet alle Probleme lösen zu können“, so der Umweltminister der Republik Litauen, die die EU-Ratspräsidentschaft innehat, Valentinas Mazuronis, der zusammen mit der EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard die Delegation aller EU-Länder leitete.

Dem Minister zufolge hat die EU-Delegation nach schweren Verhandlungen viele festgelegte Ziele erreichen können: ein Aktionsplan für den Zeitraum bis zur Konferenz in Paris 2015 wurde ausgearbeitet, alle Länder haben sich darauf geeinigt, noch bis zur Konferenz in Paris klare, transparente und verständliche Verpflichtungen zur Eindämmung des Klimawandels vorzulegen, die in einem neuen rechtlich bindenden Abkommen gemäß der UN-Rahmenklimakonvention verankert sein werden. Selbst wenn auf der Warschau-Konferenz die Rechtsform der Verbindlichkeiten noch nicht festgelegt wurde, muss jedes Land seine „Hausaufgaben“ machen, genau wie die Europäische Union auch, die gerade an eigenen Verpflichtungen für den Zeitraum bis 2030 arbeitet.

In Warschau hat es die meisten Auseinandersetzungen darüber gegeben, bis wann und welche Verpflichtungen zur Eindämmung des Klimawandels alle Länder und nicht nur die Industriestaaten, wie es in dem früheren Kyoto-Protokoll vorgesehen wurde, eingehen müssen. Nach über 36 Stunden von ununterbrochenen Verhandlungen am Freitag und am Samstag ist es endlich gelungen, sich darauf zu einigen, dass alle Länder ihre Verpflichtungen spätestens bis zum ersten Quartal 2015 vorlegen werden.

Auf der Konferenz wurden auch viele andere konkrete Entscheidungen getroffen. Zum Beispiel, es wurde beschlossen, einen internationalen Entschädigungsmechanismus einzurichten, der zum besseren Schutz der von klimawandelbedingten Naturkatastrophen und den steigenden Meeresspiegeln bedrohten Einwohnergruppen beitragen soll. In Warschau hat man sich darüber hinaus auf die Aufgaben der Institutionen und die Finanzierung der Schadensbegrenzung, die aufgrund von Abholzung und Zerstörung der tropischen Wälder entstehen, auf ein langfristiges Klimafinanzierungsprogramm, auf finanzielle Unterstützung durch den grünen Klimafonds, Anpassungsfonds und die Arbeit des Zentrums und Netzwerkes der Klimatechnologien, usw. verständigt.

Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat alle Teilnehmer der Warschau-Konferenz noch einmal dazu aufgerufen, sich auf den von ihm ausgerichteten Weltklimagipfel im September 2014 in New York aktiv vorzubereiten, im Dezember wird in Lima die 20. Konferenz der Länder der UN-Rahmenklimakonvention stattfinden.
 

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