Die EU-Mitgliedsländer müssen Jugend- und Langzeitarbeitslosen mehr Beachtung schenken

13 November 2013, Erneuert, 10:35 EET
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autor: O. Posaškova

Das Treffen der Vorsitzenden der Ausschüsse für Arbeit und Soziales unter dem Titel „Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung im Rahmen der Strategie „Europa 2020", eine Veranstaltung parlamentarischer Dimension innerhalb der litauischen Ratspräsidentschaft (im Folgenden „Treffen“ genannt) ging mit der Verabschiedung von Schlussfolgerungen zu Ende.

Das Papier widmet sich besonders dem Problem der Jugendarbeitslosigkeit und unterstreicht, dass die Arbeitslosenquote junger Menschen mit 23,5 % doppelt so hoch ist wie die von Erwachsenen. Hervorgehoben wird auch, dass die Quote der Jugendarbeitslosigkeit in den Mitgliedstaaten stark variiert. So wurden zum Beispiel im September 2013 in Deutschland 7,7 % Jugendliche ohne Arbeit registriert, während es in Griechenland und Spanien fast 60 % waren.

Die Teilnehmer des Treffens begrüßen die Entscheidung des Rates, im Zeitraum 2014-2020 den Initiativen für Jugendbeschäftigung 6 Milliarden Euro zuzuweisen und machten darauf aufmerksam, dass den Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation zufolge 21 Milliarden Euro benötigt würden, um die Jugendarbeitslosigkeit allein in der Euro-Zone zu überwinden.

In dem verabschiedeten Papier werden die EU-Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, so schnell wie möglich konkrete Pläne für die Umsetzung der Initiative "Jugendgarantien" auszuarbeiten, außerdem heißt es dort, "die Umsetzung der Initiative "Jugendgarantien" muss mithilfe der nationalen Reformprogramme im Rahmen des Europäischen Semesters überwacht und ausgewertet werden und die Initiative sollte in die aktive Arbeitsmarktpolitik integriert werden".

Bei der Diskussion zu Fragen im Zusammenhang mit beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU hieß es, dass die Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung ein integraler Bestandteil der Beschäftigungs- und Sozialpolitik werden sollte und die EU-Mitgliedstaaten ein besonderes Augenmerk auf die Beschäftigungsmöglichkeiten für von der Entwicklung des Arbeitsmarktes am meisten Zurückgebliebenen widmen müsste. In den Schlussfolgerungen wird die Mitteilung der Europäischen Kommission vom 2. Oktober 2013 zur Stärkung der sozialen Dimension der Wirtschafts-und Währungsunion unterstützt und die Meinung geäußert, dass zwischen der Wirtschafts-und Finanzpolitik einerseits und der Sozial-und Beschäftigungspolitik andererseits in der EU eine enge Verbindung geschaffen werden sollte.

In dem Papier wird auch darauf hingewiesen, dass "das Ziel einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung in der EU, das aktuelle Niveau aller Werktätigen aufrechtzuerhalten, nach Einschätzungen der europäischen Kommission bedeuten kann, dass wir bis 2060 mit 60 Millionen weiteren Zuwanderern rechnen müssen." Die Teilnehmer forderten die Europäische Kommission auf, eine Studie über die Auswirkungen der Zuwanderung nach Europa vorzubereiten. Auch das Problem des "Brain Drain", mit dem sich die meisten neuen Mitgliedstaaten konfrontiert sehen, wurde thematisiert. Es wurde betont, dass dies eine Herausforderung ist, die nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene angegangen werden sollte.

Hier finden Sie den Wortlaut der Schlussfolgerungen.
 

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