Das Werkpanorama von Jonas Mekas in Brüssel

16 Oktober 2013, Erneuert, 23:25 EEST
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Jonas Mekas | autor: A. Baltėnas

In den wichtigsten Kunstsälen von Brüssel sollen anlässlich der litauischen EU-Ratspräsidentschaft die Werke des experimentellen Kinoschöpfers, Videokünstlers und Poeten Jonas Mekas ausführlich präsentiert werden. Am 16.-17. Oktober wird in den belgischen königlichen Archiven CINEMATEK die Retrospektive von Jonas Mekas stattfinden, am 17. Oktober – 26. Januar wird in dem Zentrum für visuelle Künste BOZAR die Ausstellung „Jonas Mekas / die Fluxus-Wand“ stattfinden. An den Eröffnungsveranstaltungen wird der Autor der Exponate J. Mekas teilnehmen, der extra dafür aus New York angereist sein wird.

Am 16. Oktober wird in dem großen Saal von CINEMATEK um 19 Uhr mit der Premiere des neuesten Films „Out-takes from the Life of a Happy Man“ (2012) in Belgien die Kinoretrospektive beginnen. Bei dem Treffen mit den Zuschauern werden der Direktor von CINEMATEK Nicola Mazzanti und der Betreuer der Ausstellung Olivier Dekegel an J. Mekas Fragen stellen.

In der Retrospektive werden die von J. Mekas selbst ausgesuchten Filme präsentiert, die zwischen 1964-2012 gedreht wurden, darunter „Voldenas“, „Prisiminimai iš kelionės į Lietuvą“ („Erinerrungen aus der Reise nach Litauen“), „Lost, lost, lost“ sowie Filme aus der 16 mm Kollektion.

Am 17. Oktober wird in dem Zentrum für visuelle Künste BOZAR die Ausstellung „Jonas Mekas/ The Fluxus Wall“ eröffnet, auf der die besten Werke von Jonas Mekas präsentiert werden, die teilweise aus den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts stammen. Die Ausstellung wird um 18.30 Uhr eröffnet.

Vor der Eröffnung der Ausstellung wird um 17 Uhr in BOZAR STUDIO ein Gespräch zwischen J. Mekas und Vytautas Landsbergis stattfinden, den der Betreuer der Ausstellung L. Pšibilskis und die Direktorin der Nationalen Kunstgalerie Lolita Jablonskienė moderieren werden. In diesem Gespräch werden J. Mekas und Vytautas Landsbergis sich über Kunst, Fluxus, Politik, Litauen, Freunde und ihre Erfahrungen austauschen.

In der Ausstellung werden seltene Fotografien, Videoinstallationen, Gedichte präsentiert, die in wichtige Themengruppen der Mekas-Werke eingeteilt sind: Litauen/das Zuhause/Paradies; Freundschaft/Familie; Gegenwart/der Alltag in der Gegenwart. Die Zuschauer werden die erste Schritte von Jonas Mekas und seinem Bruder Adolf in Amerika, nachdem sie das vom Krieg verwüstete Europa hinter sich gelassen hatten, die Augenblicke aus dem Leben der litauischen Gemeinde in Williamsburg in Brooklyn, die Jonas Mekas selbst festgehalten hatte, sehen. In den Videobeiträgen und Objekten widerspiegelt sich das Thema Litauen/Paradies.

In dem Ausstellungsteil „The Fluxus Wall“ werden die Portraits von den Freunden von J. Mekas - Jurgis Mačiūnas, John Lennon, Joko Ono sowie weiteren bekannten Vertretern der Kunstszene, den Mitstreitern von J. Mekas, ausgestellt. In der Galerie nebenan wird ununterbrochen der Film „Das 365-Tage-Projekt“ laufen, in dem Augenblicke aus jedem Tag des Jahres festgehalten wurden.

Ein separater Teil der Ausstellung wurde der Fluxus-Performance-Kunst gewidmet. Fotos und Dokumente aus dem persönlichen Archiv von J. Mekas und seiner Fluxus-Sammlung in Vilnius berichten über das Leben und die Werke des Gründers der Fluxus-Bewegung Jurgis Mačiūnas, dabei wird die Idee von Mačiūnas – die Performance mit der Realität des Lebens zu verbinden, hervorgehoben.

Die Ausstellung betreut Liutauras Pšibilskis. Die Ausstellung wurde von der Nationalen Kunstgalerie in Zusammenarbeit mit Jonas Mekas Zentrum für visuelle Künste und BOZAR organisiert.

Ein weiteres Treffen mit J. Mekas in Brüssel wird am 18. Oktober um 17 Uhr im Kunstzentrum BOZAR stattfinden, wo der Künstler seinen Videofilm „Litauen und der Untergang der UdSSR“ präsentieren wird. In dem Film wird in einer chronologischen Reihenfolge die Wiederherstellung der Unabhängigkeit des litauischen Staates 1989-1991 dargestellt. Der Film besteht hauptsächlich aus den Nachrichtenberichten der US-Fernsehsender, den Debattensendungen und Interviews, die J. Mekas verfolgt und bei sich zu Hause in New York aufgenommen hatte. Dem Autor zufolge kann dieser Film auch als ein klassisches griechisches Drama wahrgenommen werden, in dem der eiserne Wille eines Menschen die Geschicke der Völker verändert und der Freiheitskampf eines kleinen Volkes von den Olympischen Göttern unterstützt wird.

Die Präsentationen der Werke von J. Mekas in Brüssel werden von der Ständigen Vertretung Litauens bei der EU in Zusammenarbeit mit BOZAR, CINEMATEK und dem Zentrum für Internationale Kulturprogramme organisiert und von dem Kulturministerium finanziert.

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