Dainius Pavalkis, der Minister für Bildung und Wissenschaft: die Jungend reagiert allergisch auf Stagnation

09 September 2013, Erneuert, 16:59 EET
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Minister D. Pavalkis | autor: ŠMM

Bei dem Treffen der für Bildung zuständigen Politiker, Experten und Umsetzern in die Praxis aus den EU-Mitgliedstaaten wurde folgendes festgestellt: die Führungspersönlichkeiten im Bereich Bildung brauchen eine Zukunftsvision und müssen andere zur Umsetzung dieser Vision inspirieren.  Während der litauischen EU-Ratspräsidentschaft wird am 9.-10. September 2013 in Vilnius die Konferenz „Die Führungsstärke im Bereich Bildung“ stattfinden. Die Bildungsvertreter der EU-Länder diskutieren über die Rolle der führenden Persönlichkeiten, um die Qualität, Produktivität und Effizienz der Bildungssysteme in einer sich schnell verändernden Welt zu gewährleisten.

Wie die EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou unterstrichen hat, hebt Litauen, das die EU-Ratspräsidentschaft innehat, ein sehr wichtiges Thema im Bereich Bildung hervor: die Führungsstärke. Das neue EU-Programm „Erasmus +”, das nächstes Jahr starten wird, wird eine Zusammenarbeit zwischen den führenden Personen im Bereich europäische Bildung und ihren ausländischen Kollegen bei der Entwicklung einer innovativen Bildung ermöglichen. 

„Ein aus begabtesten Musikern bestehendes Orchester braucht einen guten Dirigenten, der persönliche Spielweisen der einzelnen Musiker in einen einheitlichen und wundervollen Klang verbinden würde. Ähnlich ist es mit einer Schule: sie braucht eine starke Führungsperson, um gute Ergebnisse erreichen zu können, die sowohl den Wohlstand jedes Einzelnen als auch der Gesellschaft in der Zukunft sichern würde. Formelles Lernen alleine reicht dafür nicht aus, man braucht auch kreatives Denken, die Fähigkeit Innovationen zu entwickeln und wissenschaftliche Fortschritte anzuwenden“, sagte bei der Eröffnung der Konferenz der Minister für Bildung und Wissenschaften des Landes, das den EU-Vorsitz innehat, Dainius Pavalkis.

„In den Schulen etabliert sich eine andere Ordnung, als es gestern der Fall war. Wir müssen andere Unterrichtsmethoden und Maßnahmen anwenden, wir müssen Änderungen gegenüber offen sein, die Jugend, mit der wir arbeiten, reagiert allergisch auf Stagnation“, betonte Dainius Pavalkis.
„In den Schulen müssen äußerst begabte, kreative Menschen arbeiten, die gerne Initiativen ergreifen. Aus diesem Grund müssen wir uns darum bemühen, sie anzuziehen und beizubehalten, sie bei ihrer vollen Entfaltung und Entwicklung zu unterstützen“.

„Die Rolle des Lehrers hat sich sehr stark verändert. Im 21. Jahrhundert sind das Wissen und die Information für alle leicht zugänglich, die neue Generation, die in die Schulen kommt und oft als “die digitale Generation“ bezeichnet wird, verfügt also oft über ein größeres Wissen, mehr Informationen und bessere Fähigkeiten als ein Fachlehrer je hatte. In diesem Jahrhundert müssten Lehrer mehr als Berater auftreten und sich als solche wahrnehmen, ihre Aufgabe bestehe darin, den Schülern zu helfen, sich zu entwickeln, verlässliche Wissensquellen schnell zu finden und Entscheidungen zu treffen. Solche Lehrer möchten auch unsere Kinder sehen“, sagte der Minister für Bildung und Wissenschaften.

An der Konferenz, die von Litauen im Rahmen der litauischen EU-Ratspräsidentschaft organisiert wird, nehmen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten, der Kandidatenländer, der Länder Europäischen Freihandelsassoziation und der Europäischen Kommission teil.

Das Ziel der Konferenz besteht darin, zu den Diskussionen über die Führungsstärke im Bereich Bildung beizutragen, indem die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten, der Kandidatenländer, der Länder Europäischen Freihandelsassoziation und der Europäischen Kommission über sich die besten Erfahrungen im Hinblick auf die Führungsstärke im Bereich Bildungspolitik und Praxis austauschen. Die Ergebnisse der Konferenz werden die Schlussfolgerungen des EU-Bildungsrates zur innovativen Führung ergänzen, die voraussichtlich im November 2013 verabschiedet werden.

Die Konferenz ist für die Führungspersönlichkeiten im Bereich Bildung gedacht, darunter für Politiker, Administratoren, Schuldirektoren, Lehrer, Ausbilder der Lehrer, Vertreter von professionellen Netzwerken und Assoziationen. Die Teilnehmer der Konferenz sind eingeladen, sich über ihr Wissen und ihre Informationen auszutauschen, neue internationale Kontakte zu knüpfen, diese sowie die zwischenstaatliche Zusammenarbeit zu stärken, mit den Konferenzergebnissen und neuen Entdeckungen in diesem Bereich die nationalen und europäischen Strategien zu bereichern.
 
Bildung spielt eine zentrale Rolle bei der „Europa 2020“-Strategie und ist der Schlüssel zu einem fortschrittlichen und nachhaltigen Wachstum. Führungsstärke spielt eine wichtige Rolle, um auf allen Ebenen der Bildungssysteme die richtigen Voraussetzungen für den Erfolg zu schaffen. 

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