Berufliche Aus- und Weiterbildung – attraktiv, offen und flexibel auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes reagierend

13 November 2013, Erneuert, 09:18 EEST
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autor: 15min/Scanpix

Das präsidierende Litauen widmet den Fragen der beruflichen Aus- und Weiterbildung besondere Aufmerksamkeit. In Vilnius diskutieren Berufsschulleiter, Experten und Sozialpartner aus den EU-Mitgliedsländern, wie die Qualität der Berufsausbildung gesteigert werden kann, damit sie flexibler auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes reagieren kann sowie offen und zugänglich für alle wird.

Der litauische Minister für Bildung und Wissenschaft Dainius Pavalkis sagte, dass die Förderung von Attraktivität, Offenheit und Flexibilität der beruflichen Aus- und Weiterbildung eine notwendige Bedingung für das wirtschaftliche Wohlergehen in Europa und eine der Prioritäten des präsidierenden Litauens im Bildungsbereich ist.

„Die hohe Jugendarbeitslosigkeit, das frühe Abbrechen der Ausbildung und die geringen Einstellungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren zu einer der größten Herausforderungen für die EU entwickelt. Zig Millionen Europäer haben entweder keine oder nur eine minderwertige Qualifikation, wodurch ihre Einstellungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind. Unter diesen Gegebenheiten muss darüber nachgedacht werden, wie wir die Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung verbessern können“, sagte der litauische Bildungs- und Wissenschaftsminister. „Das Bildungssystem muss dahingehend reformiert werden, das es attraktiver und für jeden zugänglich wird - in egal in welchem Lebensabschnitt er sich befindet.“

Als er auf Litauen zu sprechen kam, hob D. Pavalkis die gesteigerte Attraktivität der beruflichen Aus- und Weiterbildung hervor: in diesem Jahr hätten sich ein Zehntel mehr Berufsschüler angemeldet als vorgesehen, bzw. 2.000 mehr als im Vorjahr. Auch wenn ein Hochschulstudium dreimal soviele Erstsemester anlockt wie eine Berufsschulausbildung, verzeichnen die Berufsschulen unter ihren Neuzugängen alljährlich 100 junge Menschen, die ein Hochschuldiplom vorweisen können.

„Eine der nationalen Prioritäten im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung liegt in der Stärkung der praktischen Ausbildung, dem Einbeziehen der Arbeitgeber in den Ausbildungsprozess und darin, die Zusammenarbeit zwischen den Berufsschulen und den lokalen Unternehmern zu fördern. Wir verfügen über eine gute und moderne Infrastruktur unsere Berufsschulen, wichtig ist, dass wir bei ihrer Nutzung die Bedürfnisse der Arbeitgeber in den konkreten Regionen im Auge haben. Kommunen, Berufsschulen und Arbeitgeber müssen beim Lösen der für die jeweilige Region aktuellen Fragen zusammenwirken: regionale Entwicklung, Einstellungsmöglichkeiten u.a.“, sagte D. Pavalkis.

Nach den Worten des Ministers sind in einer Vielzahl von Verwaltungsstrukturen der litauischen Berufsschulen Unternehmen unmittelbar involviert, Arbeitgeber stellen den Berufsschülern Praktikumsplätze zur Verfügung, stellen später Absolventen der Berufsschulen ein und stufen die Fähigkeiten der Absolventen bezüglich des Erwerbs von Qualifikationsnachweisen ein. Die meisten Absolventen der Berufsschulen finden entweder eine Anstellung oder gründen ihre eigene Firma, mehr als 10% von ihnen setzen ihre Ausbildung an einer Fachhochschule oder Universität fort.

Anlässlich des gestern begonnenen Treffens diskutieren Berufsschulleiter aus den Mitgliedsländern, Beitrittskandidaten und den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes, wie die Offenheit der Berufsschulen gefördert werden kann und identifizieren Strategien für das Ausbilden von Fertigkeiten, dabei die derzeitig bestehende Herausforderungen wie die Jugendarbeitslosigkeit berücksichtigend. Auf der internationalen Konferenz „Berufsschulen – Aus- und Weiterbildung für jedermann“ am 12./13. November soll zur Sprache kommen, wie der Beitrag der Berufsschulen zur Verringerung der vorzeitigen Ausbildungsabbrüche erhöht werden kann, effektive Strategien für das Fördern der Offenheit von beruflicher Weiterbildung im Zuge der Bemühungen, die Zahl der am Lehrprozess für das ganze Leben beteiligten Erwachsenen in Europa mindestens um 15% zu erhöhen.

Informationen zur Konferenz unter www.kpmpc.lt/kpmpc/?page_id=2971

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