Beim Lösen des Problems der Beschäftigung von Jugendlichen ist Litauen auf dem richtigen Weg

12 November 2013, Erneuert, 10:19 EET
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László Andor | autor: O. Posaškova

Beim im Seimas stattfindenden Treffen der Vorsitzenden der Ausschüsse für Arbeit und Soziales unter dem Titel „Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung im Rahmen der Strategie „Europa 2020“ wurde auf Fragen zur Beschäftigung von Jugendlichen und Initiativen zur Erhöhung der Beschäftigung eingegangen und man tauschte Best-Practice-Beispiele der Länder bei der Umsetzung von Maßnahmen für die Jugendbeschäftigung aus.

Der EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration László Andor hob in seinem Überblick über Trends innerhalb der Politik für Gesamtbeschäftigung und der Beschäftigung von Jugendlichen bis 2020 hervor, dass die Europäische Kommission große Aufmerksamkeit auf den Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung und Menschen mit geringem Einkommen richtet. Nach den Worten des EU-Mitglieds müssen den Mitgliedstaaten zum Lösen des Problems der Arbeitslosigkeit spezifische Empfehlungen gegeben werden, sie müssen außerdem dazu ermutigt werden, ihre Rechtsvorschriften zu verbessern, um effektivere Beschäftigung gewährleisten zu können und auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes ausgerichtete Ausbildungsprogramme entwickeln. Als eine konkrete Maßnahme stellte der Referent die Initiative „Jugendgarantien“ vor, die dafür sorgt, dass junge Menschen unter 25 Jahren Zugang zum Arbeitsmarkt, Bildung, Ausbildung oder Praktikum haben. László Andor betonte auch die Rolle der Sozialpartner.

Das EU-Mitglied wies darauf hin, dass das Problem der Jugendarbeitslosigkeit auf politischer Ebene in Litauen sehr ernst genommen wurde. „2011 lag die Jugendarbeitslosigkeit in Ihrem Land bei 32 % und konnte innerhalb einer sehr kurzen Zeit auf 22,5 % im zweiten Quartal dieses Jahres gesenkt werden. Sie haben die Zielsetzung unterstrichen, die Jugendarbeitslosigkeit bis 2020 auf 16 % zu reduzieren. Ich möchte Sie zu dieser übernio9mmenen Verpflichtungen beglückwünschen“, sagte László Andor. Wie der Vertreter der Europäischen Kommission sagte, hat Litauen, um das Problem der Beschäftigung von Jugendlichen und Ausbildung für junge Menschen ohne die notwendigen Fähigkeiten zu anzugehen, 26 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds zugewiesen bekommen. „Ich denke, dass Litauen auf dem richtigen Weg ist, und ich möchte Sie dazu ermutigen, auf diesem Weg weiter voran zu schreiten“, - sagte das EU-Mitglied.

Auf der Veranstaltung des präsidierenden Litauens parlamentarischen Ausmaßes teilten die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales der Ersten Kammer des Königreichs der Niederlande Brigitte Van Der Burg und die Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und Gleichberechtigung des finnischen Parlaments Tarja Filatov ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Maßnahmen für die Beschäftigung von Jugendlichen und die Aussichten für die Umsetzung der Initiative Jugendgarantien.

Die B. Van Der Burg als Repräsentantin der Niederlande unterstrich die Bedeutung von Praktikums- und Ausbildungsprogrammen und stellte spezifische Initiativen vor, die in ihrem Land Anwendung finden. Ihrer Meinung nach ist es besonders wichtig, das System der sozialen Sicherheit zu verbessern.

Die Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und Gleichberechtigung des finnischen Parlaments Tarja Filatov hob die Wichtigkeit langfristiger und nachhaltiger Entscheidungen hervor, als sie die Erfahrungen ihres Landes bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit präsentierte. Ihrer Meinung nach müssen die Maßnahmen wirksam und von hoher Qualität sein, damit die Arbeitgeber am Ende der Förderperiode motiviert sind, jungen Menschen echte Arbeitsplätze anzubieten.

Die Mitteilung „EUROPA 2020. Eine Strategie für fortschrittliches nachhaltiges und integratives Wachstum“ der Europäischen Kommission wurde vom Europäischen Rat bereits vor über drei Jahren bestätigt. Eines der wichtigsten der in der Strategie genannten Ziele ist, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 75% aller 20 – 64-jährigen Menschen in der EU Arbeit haben.
 

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