Anhand der Ostsee- und der Donauraumstrategie wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten erörtert

26 November 2013, Erneuert, 10:22 EEST
  • RSS
  • Print
Loading...
V. Mazuronis | autor: O. Posaškova

Die im Seimas zusammengetroffenen Parlamentarier der Europäischen Union (EU) besprachen zwei EU-Strategien (für den Ostseeraum und für den Donauraum) und diskutierten darüber, wie man Kräfte bündeln und zusammenarbeiten könne, um regionale Probleme zu lösten. In den Strategien für den Ostsee- und den Donauraum spielt der Umweltaspekt eine tragende Rolle. Die Idee zur Entwicklung makroregionaler Strategien hatte sich daraus entwickelt, dass die Länder beschlossen ihre Handlungen zu koordinieren und Erfahrungen auszutauschen.

Der litauische Umweltminister Valentinas Mazuronis sagte während seines Vortrags, der Europäische Rat habe, als er 2009 die makroregionale Strategie für den Ostseeraum bestätigte, deren möglichen Modellcharakter für andere Regionen betont. „Die Ostseestrategie hat drei Ziele. Zunächst das Meer zu retten, als zweites die Region zu vereinen und schließlich das Wohlergehen der Bevölkerung zu erhöhen. [...] Der ökologische Zustand der Ostsee ist ein Anliegen der gesamten Region - sowohl der öffentlichen Institutionen als auch des privaten Sektors und der Gesellschaft als Ganzes, d.h. jedes einzelnen Mitbürgers. [...] Wir alle müssen begreifen, dass das Erreichen und Bewahren eines guten Zustands unserer Naturressourcen, d.h. der Ostsee, für unsere Region eine immer dringendere Herausforderung darstellt“, sagte der Minister.

V. Mazuronis hob außerdem hervor, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die nachhaltige Nutzung von Ressourcen richten müssen, denn die überwiegende Mehrheit der Schadstoffe, die ins Meer geraten, kommt aus Flussgebieten. Obwohl einem im Sommer 2013 von der Kommission veröffentlichter Bericht zu entnehmen ist, dass Litauen zu den vier EU-Ländern mit der besten Abwasserverwaltung gehört, müssen wir nach Ansicht des Vortragenden die Schadstoffe im Flusswasser verringern, damit so wenig wie möglich von ihnen ins Meer gelangen.

Ähnliche Probleme läsen Staaten, die der Donauraum einschließt. Der Direktor des Donau-Karpaten-Programms des World Wide Fund for Nature Andreas Beckmann lenkte die Aufmerksamkeit darauf, dass alle Schadstoffe (Shampoos, Reinigungsmittel), die in Österreich in die Donau geraten, in die anderen Donauregionen transportiert werden und schließlich das Schwarze Meer erreichen. Schadstoffe wirken sich ebenfalls auf die Fischpopulation aus, weshalb der Vortragende das Ziel der Donauraumstrategie begrüßte, die Störe in den Flüssen zu schützen und ihre Population zu erhöhen. Störe wanderten zuvor von Österreich bis nach Deutschland, während sie heute wegen der vielen Dämme nicht weiter als bis zur rumänisch-serbischen Grenze kommen.

Der Redner hob hervor, dass die Hauptbedeutung der Strategie für den Donauraum im Aspekt der Integration und Zusammenarbeit aller Beteiligten läge. „Wir haben bei der Gestaltung der Strategie die Zukunftsperspektive nicht hinreichend berücksichtigt. Sie stützt sich auf aktuelle Ereignisse und eine aktuelle Vision. Wenn wir fortschrittlich denken wollen, müssen wir uns an umfassenderen Visionen orientieren, mehr an die Zukunft und daran denken, was wir benötigen um unsere langfristigen Ziele zu erreichen“, sagte A. Beckmann als Verantwortlicher für die Umsetzung der Donauraumstrategie.

 

Alle notieren

Suche nach Politikbereichen

  • Allgemeine Angelegenheiten (RAA)
  • Auswärtige Angelegenheiten (RAB)
  • Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN)
  • Justiz und Inneres (JI)
  • Beschäftigung, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz (EPSCO)
  • Wettbewerbsfähigkeit (COMPET)
  • Verkehr, Telekommunikation und Energie (TTE)
  • Landwirtschaft und Fischerei (AGRI)
  • Umwelt (ENVI)
  • Bildung, Jugend, Kultur und Sport (BJKS)

Veranstaltungen

Suche Alle Veranstaltungen
Bisherig Andere
Dezember 2013
Mo Di Mi Do Fr Sa So
25 26 27 28 29 30
8
14
15
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01 02 03 04 05

Nachrichten bestellen

Über Abonnement