Das Internet der Dinge wird vor allem Neuigkeiten in der Stadt bedeuten

21 Oktober 2013, Erneuert, 15:30 EEST
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autor: PantherMedia/Scanpix

Das Internet der Dinge wird das Leben der Menschen in einer Stadt grundlegend verändern. Der Leiter der Forschungs- und Innovationsabteilung der dänischen Universität von Alexandra Mirko Presser wird zu diesem Thema einen Vortrag auf der Veranstaltung „ICT2013“, die am 6.-8. November in Vilnius stattfinden wird, halten.

Im Zentrum einer nachhaltigen Stadtvision des erfahrenen Physikers stehen fortschrittliche Informationssysteme, die Informationen in Lösungen umwandeln, die eine Stadt stärker in die Natur integrieren und die Lebensqualität der Stadtbewohner verbessern. In der Stadt der Zukunft wird es keine Staus geben, die Mülltonnen werden entleert, sobald sie voll sind, die Umweltverschmutzung wird stets überwacht und es wird in Echtzeit entsprechend darauf reagiert.

Das Netz der neuen Generation

„Das Internet der Dinge ist ein globales Informationsnetz, das nicht nur Computer sondern auch qualitative Umgebungsbeobachtungssysteme, Haushaltsgeräte und Sensoren verbindet. Ein intelligent gesteuertes System würde nicht nur zur Schonung der Ressourcen beitragen sondern auch die Lebensqualität in den Städten steigern und das Leben in einer Stadt attraktiver machen“, erzählt M. Presser.

M. Presser zufolge gibt es fast keine technischen Einschränkungen für eine umfassendere Integration der Technologien in das zeitgenössische Managementsystem der Städte. Die rapide Entwicklung der Physiklehre und der Informationstechnologien (IT) sichert eine ausreichende Anzahl an Sensoren, die zur   Beobachtung der Umgebung erforderlich sind, sowie ausreichende Lösungen, damit die Bedürfnisse der Menschen gestillt werden.

Das Problem steckt an einer anderen Stelle: die riesigen Mengen an Informationen werden nicht regelmäßig analysiert und darauf basierende Entscheidungen werden erst getroffen, wenn die Experten sich eines konkreten Problems annehmen. Zum Beispiel, die Passagierströme im öffentlichen Verkehr werden nur dann analysiert, wenn die finanziellen Ergebnisse des dafür zuständigen Unternehmens die Führungsebene nicht zufrieden stellen.

In der Vision des Internets der Dinge werden die Informationen ununterbrochen entwickelt und analysiert. In der Stadt der Zukunft würde ein digitales Gehirn stets den Passagierstrom beobachten und die Verkehrsintensivität entsprechend modifizieren. Auf diese Art und Weise wären die Entscheidungen sofort getroffen und nicht erst wenn Probleme richtig alt sind. Systeme dieser Art werden bereits in einem kleineren oder größeren Umfang in der Planung des öffentlichen Verkehrs von einigen Großstädten der Welt benutzt oder sie sind dabei, solche Systeme auszuprobieren.

Auf der Suche nach dem passenden Bindeglied

„Wir schöpfen nicht das ganze Potential der zeitgenössischen Technologien aus, da es uns nicht gelingt, die Informationen in Lösungen umzuwandeln“, so M. Presser.

Der Experte weist darauf hin, dass in einigen essentiellen Bereichen, die fortschrittlichen Informationsmanagementsysteme bereits seit einigen Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt werden. Die Stromerzeugung, Stromverteilung in die Netze und internationale Stromanschlüsse werden, zum Beispiel, durch SCADA-Systeme koordiniert, die aufgrund der vorhandenen Informationen entsprechende Entscheidungen treffen. So kann rund um die Uhr schnell ohne menschliches Eingreifen auf die Veränderungen reagiert werden.

Wenn, zum Beispiel, der Wind stärker bläst und die Windkraftwerke in Norddeutschland plötzlich mehr Energie erzeugen, als sie vor Ort zu einem konkreten Zeitpunkt benötigt wird, wird der überschüssige Strom in die Netze der Nachbarländer weitergeleitet. Dort vorhandene analoge Systeme prüfen, ob an  zusätzlichen Stromkapazitäten Bedarf besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, dann wird der überflüssige Strom weitergeleitet und es kommt nicht selten vor, dass er letztendlich wieder Deutschland erreicht, allerdings andere, kleinere Teile Deutschlands, die über geringere Stromerzeugungskapazitäten verfügen.

Das kann ein Vorbild für Stadtmanagementsysteme sein. Mirko Presser zufolge besteht ein ideales Stadtmanagementsystem der Zukunft aus mit Sensoren ausgestatteten Geräten (Computern, Haushaltsgeräten, Verkehrsmitteln), Informationsverarbeitungsgeräten und den Anlagen zur Informationsweitergabe an den Empfänger – den Menschen, dessen Rolle ebenfalls mehr oder weniger automatisiert werden kann.

Das Leben in einer intelligenten Stadt

Wenn das Internet der Dinge für das Stadtmanagement geeignet wäre, dann könnte auch die   Luftverschmutzung in der Stadt eingeschränkt werden. Mit dem Einbau spezieller Sender oder durch den Anschluss der bereits vorhandenen Sender an ein einheitliches System, könnte die  Luftverschmutzung in der Stadt stets gemessen werden und sobald kritische Grenzen überschritten sind, wären entsprechende Behörden automatisch darüber in Kenntnis gesetzt. Dadurch wäre weniger Personal für Umweltforschung nötig, man würde schneller auf Probleme reagieren können.   

Ein Bestandteil des intelligenten Systems könnten mit speziellen Sensoren ausgestatte Müllcontainer  sein. Sobald diese gefüllt sind würden sie ein Signal an den zentralen Computer schicken, der die Müllabfuhrrouten plant. So würden schwergewichtige Lastwagen kürzere Strecken auf den Stadtstraßen zurücklegen müssen, was nicht nur preisgünstiger sondern auch umweltfreundlicher wäre.  

Das beliebteste intelligente Stadtsystem von denen, die bereits verwendet werden, sind die Verkehrsstromsensoren, die auch in Litauen eingesetzt werden. Auf der Basis der Informationen, die sie liefern, werden Ampeln gesteuert und die Verkehrsknoten umstrukturiert. Die Entwickler der Zukunftsstadt schlagen vor, Systeme dieser Art weiter zu verbessern, indem ein intelligentes Straßenbeleuchtungsmanagementsystem hinzugefügt wird. Die Straßenbeleuchtung könnte dort intensiver sein, wo die Fußgänger- und  Verkehrsmittelströme größer sind, und minimal dort sein – wo zu einem konkreten Zeitpunkt, keine Bewegung festgestellt wird.

Diese und viele andere Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung sollen unter realen Bedingungen in Vinge-Städtchen in Dänemark ausprobiert werden. Diese Region ist als eine Landwirtschaftsregion bekannt, hier soll schon 2014 damit begonnen werden, die Stadt der Zukunft aufzubauen. In der Stadt sollen Geschäftszentren, von Parks umgebene Wohngebiete, ein intelligenter Bahnhof entstehen. Verkehr, Infrastruktur, Ressourcen sollen in Vinge durch fortschrittlichste nachhaltige Lösungen gemanagt werden, die diese Stadt auch zu einer idealen Testplattform machen sollen. Darüber ob die Lösungen einer intelligenten Stadt sich bewährt haben werden nicht Wissenschaftler sondern die Gesellschaft urteilen, die Bürger werden mit ihrer Entscheidung in das Städtchen umzuziehen, dort zu leben und ihre Geschäfte zu betreiben, zeigen, ob diese Vision attraktiv ist.

Das Internet der Dinge ist eines von vielen Themen, die auf der größten Veranstaltung der europäischen Informations- und Kommunikationstechnologien „ICT2013: Create, Connect, Grow“ („Informations- und Kommunikationstechnologien: entwickeln, verbinden und wachsen“) am 6.-8. November in Vilnius mit voraussichtlich 4000 Teilnehmern aus der ganzen Welt diskutiert werden. ICT2013 ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der litauischen EU-Ratspräsidentschaft und wird von dem Verkehrsministerium in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Außenministerium organisiert.  

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